
Internet-Zeitung
„Baschkirien heute“ |
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Wir machen die Zeitung
Sie werden mich fragen, warum ich beschlossen habe, an diesem
coolen, meiner Ansicht nach, einzigartigen Projekt teilzunehmen…?
Ich antworte Ihnen, dass ich es nicht mag, auf einer Stelle sitzen zu bleiben, etwas Neues ist für mich immer wahnsinnig interessant - neue Eindrücke und neue Erfahrungen, und desto mehr es davon gibt, desto interessanter ist das Leben… : )
Um so mehr, wenn all das nicht nur Vergnügen bringt, sondern auch sehr nützlich ist !
Ich studiere Deutsch, und die Teilnahme an diesem Projekt bietet mir die Möglichkeit, meine Kenntnisse anzuwenden. Wo noch, wenn nicht hier, im Lande der studierten Sprache kann man sie in solchem Maße in sich aufnehmen, ich würde sogar sagen, sie atmen, in dieser Sprache leben, sie fühlen. Schon allein die Sprache zu lernen ist sehr interessant, und dazu noch das Leben des deutschen Volkes kennenzulernen, sich in dieses Leben sogar für einige Zeit einzuleben, das ist doppelt interessant und aufregend! Unsere Eindrücke über das neue Leben in Deutschland, die sich in unseren Artikeln widerspiegeln werden, können Sie immer auf unserer Webseite, in unserer Lieblingsinternetzeitung finden! : ) Die Worte des bekannten Kinderliedes aus dem Trickfilm: „Alles, was unbekannt ist, ist schrecklich interessant“ – passen am besten zu mir. Ich freue mich immer über das Unerforschte und bin immer offen für neue Erkenntnisse! Deshalb ist die Teilnahme an diesem Projekt eine ausgezeichnete Möglichkeit, neue Menschen und eine andere Kultur kennenzulernen. Das Land der großen Maler, weltberühmten Schriftsteller und Philosophen, das Land der ganz anderen Bräuche und Traditionen. Ich denke, Deutschland wird mir viel Stoff zum Nachdenken und viele Anregungen für die Artikel geben, die Sie in unserer Internet-Zeitung finden können!
Mein Name ist Ulrike Geier und ich komme aus Berlin. Als ich vor eineinhalb Jahren mein Studium der Slavistik (und Lateinamerikanistik) in Halle an der Saale begann, war vieles neu. Vor allem die Sprache: Ich hatte anfänglich nicht geahnt, mit welchem Aufwand das Erlernen der russischen Sprache verbunden sein würde. Die ungewohnten kyrillischen Schriftzeichen und die schwierige Grammatik, die mir viele schlaflose Nächte bereiteten, brachten mich fast zum Verzweifeln und ich stellte mir mehr als einmal die Frage, ob meine Entscheidung, eine komplett neue Sprache praktisch zum Hauptfach meines Studiums zu machen, wirklich richtig gewesen war. Als ich aber im letzten Sommer im Zuge des Austauschs der Freunde Baschkortostans zum ersten Mal in Russland war, waren all meine Zweifel wie weggeblasen. Das Land hatte mich gepackt. Die Faszination für die Kultur und die Menschen dieses Landes machte mir die Entscheidung, für ein Jahr nach Ufa zu gehen, dann doch überraschend einfach. Jetzt blicke ich gespannt in die Zukunft und auf die Dinge, die da kommen und die Eindrücke, die auf mich hereinprasseln mögen. Ufa – ich komme!
Ich möchte Russland nicht nur
studieren, so wie ich es bisher tat, sondern kennenlernen. In Halle
beschäftigte ich mich bisher im Rahmen des IKEAS Studienganges
insbesondere mit der Kultur, der Sprache, der Geschichte und der Politik
Russlands und Polens. Hier in Ufa möchte ich nun erfahren wie die
Menschen in Russland leben, arbeiten, feiern, wie man den Alltag
meistert, welche Schwierigkeiten existieren, welche Werte, Wünsche,
Hoffnungen vertreten werden und versuchen ihre Sicht auf das Leben und
die Welt zu verstehen . Das Zeitungsprojekt Baschkirien Heute erscheint
mir als ideale Möglichkeit, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Es
erscheint mir außerdem als sehr interessant, dass durch dieses Projekt
die Partnerstädte Ufa und Halle jeweils aus der Sicht des Anderen, in
meinem Fall Ufa aus der Sicht des Deutschen, vorgestellt werden bzw. in
diesen Städten entstandene Eindrücke geschildert werden. Ich hoffe, dass
mir durch dieses Projekt neue, spannende Facetten des Lebens begegnen
werden und freue mich darauf Russland auf diese Art und Weise etwas
näher zu kommen.
Mit dieser Internet-Zeitung geht für mich ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Dank der Unterstützung des EU-Freiwilligendienstes und Jugend für Europa können nun zunächst drei junge Leute aus Russland und Deutschland ihre Eindrücke im jeweiligen Gastland einem breiten Publikum schildern. Die Leser und Leserinnen können sich so umfangreich über unsere Projekte, aber auch das Leben in der Partnerstadt informieren. Und das sowohl in Ufa als auch in Halle, in beiden Sprachen! Oder um den guten Goethe zu bemühen: „Das sicherste Mittel, ein freundschaftliches Verhältnis zu hegen und zu erhalten, finde ich darin, dass man sich wechselweise mitteile, was man tut“. Ich hoffe, dass unsere jungen Redakteure das tun werden, wozu unseren vielen Ehrenamtlichen immer die Zeit fehlte: Über unsere vielfältigen Projekte zu berichten, dadurch neue Mitstreiter zu begeistern und die Städtepartnerschaft Halle-Ufa mit Leben zu erfüllen. Ich bin Jahrgang 70, promovierter Physiker, arbeite
hauptberuflich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Seit 1991 bin ich ehrenamtlich in verschiedenen Projekten zwischen Halle
und Ufa tätig. Ich gehöre zu den Gründungsmitgliedern
der Freunde Baschkortostans e.V. im Jahr 1997. |
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