Volontärstreffen in Sterlitamak

Am 2. April begleitete ich Elina Nurowna, meine Gastgeberin, und einige andere russische Volontäre in das 150km entfernte Sterlitamak, zu einer Werbeveranstaltung für die Arbeit als Volontär und einer Gesprächsrunde zum Thema Volontärsdienste in Baschkirien. Im Folgenden ist dieser Ausflug in Art einer Fotoreportage aufbereitet. Viel Spaß!

Da ich leider keine Bildunterschriften anlegen kann, werde ich unter der Galerie mit Bildnummer auflisten.

Bild 1: Auf der Straße nach Sterlitamak im Bus. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden.

Bild 2: In Sterlitamak an der Universität angekommen. Der große Veranstaltungssaal. Hier spielt in etwa einer halben Stunde die Musik.

Bild 3: Der Aufenthaltsraum vor dem großen Auditorium in dem die Veranstaltung stattfindet.

Bild 4: Das lokale Fernsehen ist anwesend. Auch ich werde kurz Interviewt zum Thema Freiwilligendienste in Deutschland.

Bild 5: Die letzten Vorbereitungen laufen, während sich der Saal langsam füllt. Das Publikum besteht aus jungen Studenten und Schülern im Alter von 14-20 Jahren.

Bild 6: Elina kurz bevor die Veranstaltung losgeht.

Bild 7: Yulia (vorne), im offiziellen „Sochi 2014“-Outfit, und Artyom (hinten), im Outfit der Sommer-Universiade in Kazan 2013, haben Spaß. Alle Volontäre sind die ganze Zeit ansteckend gut gelaunt.

Bild 8: Siehe Bild 7

Bild 9: Die Veranstaltung beginnt mit einem ausgelassenen Animationstanz zum Mitmachen. Das Publikum geht zu meiner Überraschung offen darauf ein und nimmt freudig teil. Man merkt, dass wir nicht in Deutschland sind.

Bild 10: Nach dem sportlichen Beginn wird das Publikum in 6 Gruppen geteilt und in Paaren werden Fragebögen zum Thema „Volontär sein“ beantwortet.

Bild 11: Ich mache mit und beantworte Fragen wie: „Warum Volontär werden?“; „Welche Probleme können bei der Volontärsarbeit auftauchen?“, aber auch persönliche Fragen wie: „Was für Gemeinsamkeiten haben du und dein Fragebogen-Partner?“. Die Hände die hier so schön zeichnen, gehören natürlich nicht mir, sondern...

Bild 12: Evgenia

Bild 13: Elina wertet mit ihrer Gruppe die beantworteten Fragebögen aus.

Bild 14: ???, am T-Shirt erkennbar Volontärin 2012, bei der Sommerolympiade in London, gibt in der Auswertungspause ein Interview.

Bild 15: Daniil, mit einer Sochi 2014 Weste, beobachtet die Szene von oben. Er hält die Veranstaltung von Seiten der Volontäre fotografisch fest...

Bild 16: … wie hier zu sehen ist...

Bild 17: … und hier.

Bild 18: Jeweils 2 Teilnehmer aus jeder Gruppe fassen die Ergebnisse der Fragebögen zusammen. Nach jeder vorgestellten Antwort...

Bild 19: … wird im Publikum wohlwollend geklatscht (hier im Bild: Offizielle der Universität Sterlitamak) und...

Bild 20: … der DJ spielt aus seiner Kabine (hier zu sehen) einen ohrenbetäubenden Techno-Jingle.

Bild 21: Nach den Auswertungen werden die einzelnen Gruppen noch einmal zusammengerufen und es wird eine kleine Choreografie eingeübt. Agitation durch Agitation.

Bild 22: Wo Menschen sind, ist immer auch ein Gruppenfoto.

Bild 23: Zum Abschluss stellen sich im Raum vor dem Versammlungssaal alle Teilnehmer nochmal im Kreis auf und …

Bild 24: … jeder wird von den Veranstaltern abgeklatscht.

Bild 25: Ein letztes Gruppenfoto mit Allen!

Bild 26: Nach der Veranstaltung im großen Saal, gibt es für besonders Interessierte noch einmal die Möglichkeit bei einer Gesprächsrunde Fragen zu stellen und Informationen zum Thema Volontärsdienste aufzuschnappen.

Bild 27: Kurz bevor wir wieder nach Hause fahren, fällt mir dieses Schmuckstück in einem Gang der Universität ins Auge. Ein schöner Abschluss.

Flüssiges Gold

Baschkortostan - der Geburtsort des einzigartigen baschkirischen Honigs. Für fast alle Russen ist das gesunde flüssige Gold ein unabdingbarer Begleiter beim täglichen Teegenuss. Der Honig ist ein Aushängeschild für die Republik und eine wichtige Einkommensquelle für viele Bauern. Der baschkirische Honig ist weit bekannt für seinen speziellen Geschmack und seine Reinheit.

August 2010, Ufa

Winterwunderland Ufa

Plötzlich steht er vor der Tür – der knackig kalte Winter. Klopft an die Fenster, verziert sie mit zarten Eisblumen. Mal prescht er mit Eiseskälte an die Türe, mal lädt er zum friedlichen Sonnenspaziergang ein, lässt Schnee glitzern und verzaubert die Landschaft. Ufa erstrahlt der Tage im sonnig funkelnden Schneegestöber.

Dezember 2009, Ufa

Moscheen und Kirchen in Ufa

Ufa ist eine durch und durch multireligiöse Stadt, was sich nicht zuletzt auch in den unterschiedlichsten Gotteshäusern widerspiegelt, von denen das Stadtbild geprägt ist. Im Folgenden wird versucht, diesen Eindruck vor allem fotografisch wiederzugeben und diesen nach und nach durch neue Bilder zu erweitern und zu ergänzen. Hier öfters mal vorbei zu schauen lohnt sich also.

Ljalja-Tjulpan

Die Grundsteinlegung für die Moschee erfolgte 1989, in Verbindung mit dem 1100-jährigem Jubiläum der Annahme des Islams durch einige der Völkerschaften des Wolga-Ural-Gebiets. Aus Geldmangel wurde der Bau aber bald darauf unterbrochen. Erst 1997 erfolgte die Wiederaufnahme und bereits ein Jahr später die feierliche Eröffnung.

Die Moschee ist in der Form einer aufblühenden Tulpe (russ. Tjulpan) gestaltet, die beiden Minarette (Höhe 53m) in Gestalt zweier noch verschlossener Tulpenknospen. Die Tulpe gilt einerseits als ein Symbol des Frühlings, andererseits aber auch als altes Symbol der Turkvölker.

Der Hauptgebetssaal bietet ca. 300 männlichen Gläubigen Platz. Der Balkon auf der zweiten Etage, der den Frauen vorbehalten ist, noch einmal ca. 200. Die Moschee erfüllt neben ihrer liturgischen aber noch weitaus mehr Funktionen. Sie ist so gleichzeitig etwa auch eine Bildungseinrichtung, zu der neben der Medrese auch noch eine Bibliothek mit Lesesaal gehört.

Ljalja-Tjulpan gilt heute als die Hauptmoschee der Stadt und als das islamische Zentrum Baschkortostans. Das Freitagsgebet in ihr wird gehalten vom Großmufti der Muslime Russlands.

Pervaja Sobornaja Metschet

Erbaut im Jahre 1830 ist die Pervaja Sobornaja Metschet (die Erste Versammlungs Moschee) – oder Moschee auf der Tukajewa, wie sie allgemein üblich auch genannt wird – das älteste islamische Gotteshaus der Stadt. Von 1960 bis 1994 war sie zudem die einzige noch als solche „funktionierende“ Moschee Ufas. Sie gehört zum Komplex der Zentralen Geistlichen Verwaltung der Muslime Russlands und besitzt somit auch überregional große Bedeutung.

Der schlichte Bau, zwei Etagen und ein Minarett, wurde über die Jahre mehrmals erneuert, konnte aber seine ursprüngliche Form weitestgehend beibehalten.

Pokrovskaja-Kirche

Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts existierte an der Stelle der heutigen Pokrovskaja-Kirche – in der um die Festung Ufa gelegen Vorstadt – ein aus Holz errichtetes Kirchengebäude, die dem Schutzmantel der Gottesmutter (Pokrov Bosche Materi) gewidmet war. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche aufgrund ihrer Baufälligkeit allerdings abgerissen. Mit dem Bau eines neuen, steinernen Gebäudes im Stil des russischen Klassizismus begann man im Jahre 1817, die Einweihung erfolgte jedoch erst 1823.

Ab 1941 wurde der Kirchenbetrieb hier eingestellt. Das Gebäude diente zeitweise als Lagerraum für Apotheken. 1957 konnte sie ihre liturgischen Funktionen jedoch wieder aufnehmen. Die Kirche gilt heute als das älteste erhaltene orthodoxe Gotteshaus der Stadt.

Sergievskij-Kathedrale

In unmittelbarer Nähe zur Pokrovskaja-Kirche befindet sich auch die Sergievskij-Kathedrale. Deren heutiges Gebäude ist bereits das Dritte an dieser Stelle. Bereits am Ende des 15. Jahrhunderts wurde von den hier zum Schutz der Festung Ufa (unter anderem vor Überfällen der Baschkiren) angesiedelten Strelitzen eine, dem heiligen Sergij von Radonesch gewidmete, Holzkirche errichtet.

1774 ist sie, wie die Festung insgesamt, abgebrannt und an ihrer Stelle eine neue errichtet wurden, die nach 90 Jahren wegen Baufälligkeit allerdings wieder abgetragen wurde. Zum erneuten Wiederaufbau kam es 1868, erneut als Holzkirche, aber mit einem Steinfundament. Diese Form hat die Sergievskij-Kathedrale im Wesentlichen auch heute noch.

Gufran-Moschee

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand am Ufer des Flusses Belaja, im Südwesten des heutigen Innenstadtbereichs, ein muslimischer Friedhof – der älteste Ufas. Seine Fläche wurde wenige Jahre später bereits erweitert. 1909 kam an dieser Stelle dann auch zum Bau einer Moschee, deren zweistöckiges Gebäude vollständig aus Holz errichtet war. 1960 brannte sie vollständig aus und ihre Überreste wurden abgetragen.

Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, genauer 1994, wurde an dieser Stelle eine neue Moschee errichtet. Sie erhielt den Namen „Gufran“, einem Begriff aus dem Arabischen, der sich mit „Vergebung“ übersetzen lässt. Im Gebäude der Moschee werden regelmäßig Bestattungsrituale durchgeführt, auch wenn der anbei gelegene Friedhof nicht mehr weiter aktiv genutzt wird.

Mariä-Geburt-Kathedrale

Nach den Bauplänen der Stadt Ufa wurde bereits am Anfang des 19. Jahrhunderts der Platz für die zukünftige Kirche festgelegt. Die Grundsteinlegung erfolgte jedoch erst im Jahre 1901 und auch die Fertigstellung zog sich, aufgrund des Mangels von Finanzmitteln, bis 1909 hin.

Nach der Revolution wurde in ihr ein Krankenhaus untergebracht, die Kirche selbst aber blieb zunächst noch aktiv. Ihre Schließung erfolgte 1934. In den darauf folgenden Jahren wurde das Gebäude auf verschiedene Weise genutzt, unter anderem als eine Flugzeugwerkstatt. Die größten Veränderungen erfuhr die Kathedrale durch Umbaumaßnahmen in den 1950er Jahren und ihrer anschließenden Nutzung als Kino. Unter anderem wurde die Hauptkuppel abgetragen und die Fertigstellung des Glockenturms durch eine Deckenkonstruktion ersetzt.

1991 wurde die Kirche der orthodoxen Gemeinde zurückgegeben und mit der Wiederherstellung des Gebäudes begonnen – es wurde insgesamt erweitert, die Kuppel erneuert und der Glockenturm fertiggestellt. Er besitzt eine Höhe von 47 Metern. Die Kirche ist heute die Bischofskathedrale (kafedral'nyj sobor) der Eparchie Ufa.